Juristisches über Katzenhaltung

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Gericht: Katzen im Gemüsebeet des Nachbarn sind nicht zumutbar

Neu-Ulm, 3. November (AFP) - Katzen in Nachbars Garten sind nach einem Urteil des Amtsgerichtes im bayerischen Neu-Ulm eine "Beeinträchtigung des Eigentums" und damit unzumutbar. Mit einem Urteil vom Dienstag verbot das Gericht einer Frau, ihre drei Katzen gleichzeitig in ihrem Reihenhaus-Garten laufen zu lassen. Die Nachbarn hatten Klage eingereicht, weil die Tiere ihr Gemüsebeet als Katzenklo nutzten. Die übelriechenden Hinterlassenschaften hätten ihr Kind beim Spielen gestört, argumentierten die Kläger.
Weil eine Katze der Beklagten nicht zu verwehren, drei Katzen aber den Nachbarn nicht zuzumuten seien, schränkte das Gericht die Zahl der zulässigen Vierbeiner ein. Bei "Meidung eines Zwangsgeldes von 50.000 Mark, ersatzweise Zwangshaft" muß die Beklagte nun laut Urteil "dafür Sorge tragen, daß auf ihrem Grundstück nicht mehr als eine Katze mit freiem Auslauf" gehalten wird.
(AZ 2C947/98)
© AFP 031642 Nov 98

Katze darf nicht bei Nachbarn herumstromern

(cd) Stromert eine Katze fortgesetzt in Nachbars Garten, benutzt diesen als Katzenklo oder läuft gar in dessen Wohnung herum, kann dieser von den Besitzern der Katze verlangen, dagegen einzuschreiten. Unter Umständen müsse dieser die Katze in der Wohnung einsperren oder abschaffen, so der Deutsche Mieterbund.
Fühlt sich ein Mieter durch die Katze (oder ein anders Tier) gestört, so hat er die Wahl. Er kann selbst gegen den Besitzer des Tieres vorgehen oder dies von seinem Vermieter verlangen. Unter Umständen ist auch eine Mietminderung möglich. Dafür muß der Mieter seinem Vermieter den Mangel jedoch anzeigen.
In jedem Fall, dies rät der Mieterbund, sollten Katzenbesitzer und gestörter Nachbar zunächst versuchen, den Konflikt untereinander einvernehmlich zu klären.
WP vom 23.6.98

Hier ein Urteil zur Katzenhaltung in Mietwohnungen:

Amtsgericht Hamburg, Az.: 40 a C 402/95

Katzengeruch stört nicht!

Von reinen Wohnungskatzen gehen bei art- und verhaltensgerechter Haltung keine Belästigungen für andere aus. Der Vermieter kann daher die Katzenhaltung nicht verbieten. Nach Auffassung des Gerichtes gehört das Halten von Katzen auch in einer Großstadt zum Lebensbereich Wohnen und ist daher Teil der freien Lebensgestaltung des Mieters. Es ist davon auszugehen, daß Hauskatzen bei artgerechter Haltung keinen störenden Lärm verursachen, reinlich sind und keine Sachbeschädigungen verursachen. Etwaige Kratzspuren an Tapeten sind nicht irreparabel, sondern lassen sich durch eine vom Mieter durchzuführende Renovierung beseitigen. Auch nennenswerte Geruchsbelästigungen sind auszuschließen, wenn sichergestellt ist, daß sich die Katzen ausschließlich in der Wohnung aufhalten und ihnen eine ausreichend große Katzentoilette zur Verfügung gestellt wird, die regelmäßig gereinigt wird. Dabei läßt der typische Katzengeruch sich durch die Verwendung von handelsüblichen Streumitteln weitgehend überdecken.


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